Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum eigentlich ein wenig Fettgewebe mit Milchdrüsen so viele Männer (und auch Frauen) in unkontrollierbare Erregungszustände bringt? Laut einer Umfrage geben 53 % der Männer an, dass ihnen der Busen bei einer Frau am wichtigsten ist (gefolgt von Gesicht, Augen und Po). Sie kennen das sicher: Sie haben einmal im Büro das T-Shirt mit Ausschnitt an, und alle reden mit Ihnen, als wären sie plötzlich 30 cm kleiner, sprich schauen ihnen bei der Konversation nicht mehr ins Gesicht. Eine neue Frisur oder ausnahmsweise roter Lippenstift hingegen, fällt den meisten (hetero) Männern nicht auf. Männer lieben es beim Vorspiel die Brüste ihrer Partnern zu kneten, saugen oder anderwertig zu konsumieren. Dies ist natürlich nicht unbedingt eine schlechte Angewohnheit. Denn für die meisten Frauen fallen ihre Brüste sehr wohl in den Bereich der errogenen Zonen. Abartig wird es erst dann, wenn Mann sagt, dass die Vorstellung zwischen den Brüsten einer Frau zu sterben, der schönste Tod sein muss.

Men’s best friends?

Die weibliche Brust ist nicht nur ein Symbol für Weiblichkeit, sondern auch für Mütterlichkeit. Und viele Männern suchen, auch wenn sie es nicht zugeben wollen oder es ihnen gar nicht bewusst ist, ihr Leben lang nach der (Wieder) Verschmelzung mit ihrer Mutter. Diese tiefenpsychologische These ist gar nicht so von der Hand zu weisen. Denn zuerst nuckeln Männer als Babys an dem Busen der Mutter, später an dem der Partnerin oder wenn sie keine Frau haben, ersatzweise an der Bierflasche. Viele Alkoholiker kompensieren ihre emotionalen Defizite in dieser oralen Befriedigung.

Hans & Franz oder doch lieber Susi & Barbara?

Brüste sind ein Geschlechtsmerkmal, das man, im Gegensatz zu den Geschlechtsmerkmalen weiter unten, als Frau betonen kann, ohne gleich als Flittchen zu gelten. Dekoltee zeigen oder enge Bekleidung ist gesellschaftstauglich. Auch für Männer ist die Hemmschwelle, den Busen des Objekts ihrer Wahl zu erkunden, weit niedirger, als der Griff zwischen die Beine. Daher fängt es meistens oben an. Eine verlockende Verpackung und der ansprechende Inhalt schafft beim Paarungsspiel ein gutes Gefühl. Manche Frauen haben ein so inniges Verhältnis zu ihrem Doppelpack, dass sie ihnen sogar Namen geben. Pamela Anderson hat dies getan (wundert jetzt sicher niemanden), aber auch Heidi Klum verkündete strahlend in einem Interview, dass sie Hans und Franz total toll finde. Warum sie für ihre Brüste Männernamen gewählt hat, sollte man lieber nicht hinterfragen.

Es kommt nicht (immer) auf die Größe an…

Und was tun Frauen nicht alles um die perfekte Brust zu haben! Brustvergrößerungen stehen nicht umsonst an erster Stelle der am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen. Doch hier unterliegen viele Frauen einem Irrglauben. Der Grad der Lust der Männer steigt nicht unbedingt mit der Größe des Busens. Erkennbar sollte er schon sein, aber nicht beängstigend. Chelsea Charms steht mit je 12 kg Brust auf jeder Seite im Guinness Buch der Rekorde. Sie hat den, natürlich dank der plastischen Chirurgie, größten Busen der Welt. Dass dieser Wunsch aber auch tödlich enden kann, hat der medienwirksame Fall der 23-jährigen Cora E. gezeigt, die nach ihrer 6. Brustvergrößerung nicht mehr aus dem Koma erwachte. Gigantische Brüste fallen eher in den Bereich des Fetisch. Doch sind wir mal ehrlich. Da es beim Busen, im Gegensatz zum Penis, nicht wirklich auf die Größe ankommt, und klein auch fein ist, würde ich mir diesbezüglich erstens keine Gedanken machen und zweitens schon gar nicht an meinen zwei Lieblingen operativ herumwerken lassen. Und Sie?

Tanja Guserl