Los Angeles ist die zweitgrößte Stadt der USA und Hollywood nur ein relativ uninteressanter Stadteil davon – bis auf die Universal Studios.
Ein Citytrip von Renato Zappella.

Mit vier Millionen Einwohnern ist Los Angeles die zweitgrößte Stadt der USA (nach New York), bringt es aber samt ihrem suburbanen Umland auf knapp 12 Millionen Einwohner. Die Greater Los Angeles Area mit knapp 18 Millionen Einwohnern schafft gerade mal Rang 17 unter den größten Metropol­re­gionen der Welt (Nummer eins ist Tokio-Yokohama mit 38 Millionen Menschen). Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Los An­ge­les eine mexikanische Gemeinde, die sich aus amerikanischen Siedlern, ar­men chinesischen Arbeitern und einigen wohlhabenden mexikanischen Groß­grund­besitzern zusammensetzte. Während des Mexi­ka­nisch-Amerikanischen Krieges zwischen 1846 und 1848 wurden Alta California und damit auch Los Angeles von US-amerikanischen Soldaten besetzt und den USA angegliedert. 1848 wurde nördlich von Sacramento Gold gefunden, das den Gold­rausch auslöste, wovon auch L.A. profitierte. Wichtiger für die weitere Entwicklung erwiesen sich jedoch die Ölvorräte unter der Stadt, die erstmals 1892 in der Nähe des heutigen Dodger Stadium an­gebohrt wurden. Von da an breiteten sich die Bohrtürme in kurzer Zeit in weiten Teilen der Region aus. In der ersten Hälfte des 20. Jahr­hunderts wurde Los Angeles zu einem der wich­tigsten Zentren der Ölproduktion und 1923 wurde gar ein Viertel der Weltförder­men­ge in der Region von L.A. produziert. Noch heute spielt die Ölförderung eine gewisse Rolle.

„Tip the world over on its side and everything loose will land in Los Angeles.“
Frank Lloyd Wright

1910 entdeckten die Filmproduzenten die Re­gion Los Angeles als ideales Produktions­gelände und zogen von New York und Chicago nach Hollywood. In den folgenden Jahren erzielten Gilbert M. Anderson mit seinen Wes­tern und Mack Sennett mit seinen Slapstick-Komödien weltweit große Erfolge. Als 1927 der Film Der Jazzsänger dem Tonfilm zum Durchbruch verhalf, setzte erneut ein Auf­schwung ein. Die Filmindustrie mit Sitz in Hollywood wurde zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in den Vereinigten Staaten und lockte viele Neuankömmlinge nach Los Angeles. Der erste Monumentalfilm in Farbe – David O. Selznicks Vom Winde verweht – ge­wann 1939 zehn Oscars. Zu den wichtigsten Ereignissen der dreißiger Jahre gehören die Olympischen Spiele 1932. Erstmals in der Geschichte der Spiele wurde zu diesem Anlass für die männlichen Teilnehmer ein Olympisches Dorf gebaut. Heute ist das Dorf ein Teil des Stadtteils Baldwin Hills. Im gleichen Jahr stieg die Einwohnerzahl von Los Angeles auf über eine Million. Ein weiterer Aufschwung setzte während des Zweiten Weltkriegs mit der Luft- und Raumfahrtindustrie ein, die sich in großer An­zahl im Großraum Los Angeles ansiedelten. Zahlreiche deutschsprachige Kulturschaf­fen­de und Intellektuelle wählten Los Angeles als Zufluchtsort vor den Nationalsozialisten. Dazu gehörten unter anderem Bertolt Brecht, Marlene Dietrich, Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Heinrich Mann, Thomas Mann und Billy Wilder. Aber auch Künstler aus anderen Län­dern fanden hier ein neues zu Hause: Luis Bu­ñuel, Jean Renoir, Igor Strawinsky, Arturo Toscanini und viele andere. Zahlreiche große Werke der Dichter, Dirigenten, Regisseure und Maler entstanden im Exil; die Emigranten machten das Los Angeles der 1940er Jahre zu einem Zentrum der europäischen Kultur.

Das heutige Los Angeles ist nicht schön – damit müssen sich leider alle abfinden, auch die netten Leute des Tourismusverbandes, die das sicherlich nicht gerne lesen. Besucher dürfen aber auch nicht den Fehler machen, Los Angeles mit irgend einer anderen Stadt zu vergleichen, denn Los Angeles ist keine Stadt, sondern ein Haufen zusammengewachsener Sied­lungen. Die Sehnsucht der Menschen nach einem Stadzentrum manifestiert sich in skurrilen Einkaufsparks, ähnlich den uns bekannten Factory Outlets mit begrünten Plätzen, hübschen neoklassizistischen Knusper­häuschen und trivialer Musikbeschallung. Wie alles in L.A. sind auch diese Shoppingparadiese nur mit dem Auto erreichbar – Parken kostet extra, wie übrigens auch die Preise nicht so konsumentenfreundlich angegeben werden wie in Europa: die Steuer kommt zusätzlich dazu, auch eine „Service Charge“ (in der Gastro­nomie). Wer glaubt, dann KEIN Trinkgeld (mindestens 15%) mehr geben zu müssen, irrt. Fazit: hier ist alles sauteuer im Vergleich zu Europa – kein Wunder: Selbst am legendären Rodeo Drive, bekannt aus dem Film Pretty Woman, stammen 90% der begehrten Luxus­güter aus Italien, Frankreich und der Schweiz, wozu also in L.A. shoppen, wo wir doch alles vor der Haustür haben?

Hier einige triftige Gründe, warum Los Angeles trotzdem einen Besuch wert ist:

Kunst und Kultur

Los Angeles hat pro Kopf die meisten Museen in der ganzen Welt. Auf ca. 3.000 Einwohner kommt ein Museum. Zu den zahlreichen Museen im Großraum Los Angeles ge­hören das Hammer Museum (vornehmlich alte Meister und französische Impressionisten), das Southwest Museum (hauptsächlich indianische Ausstel­lungs­stücke), das Los Angeles Museum of the Holocaust, das Museum of Juras­sic Technology und die Huntington-Bibliothek (mit einer Sammlung von Manuskripten, Büchern, Fotografien und Kunstwerken). Das Los Angeles County Museum of Art am Wilshire Boulevard wurde 1910 gegründet und beherbergt eine Sammlung von über 100.000 Werken von der Antike bis zur Gegenwart. Damit ist es das größte Museum der USA westlich von Chicago. Wie in fast allen Museen Amerikas darf hier fotografiert werden, außerdem sind Kinder willkommen und es gibt auch Kunst zum Anfassen – so soll ein Museum sein. Am California Plaza, an der Grand Avenue, steht seit 1986 das Museum of Contemporary Art. Es beherbergt eine eindrucksvolle Samm­lung von Gemälden und Skulpturen von Franz Kline, Mark Rothko, Robert Rauschenberg, Claes Oldenburg und Antoni Tàpies. Liebhaber moderner Kunst besuchen gerne auch das Santa Monica Museum of Art. Das Getty Center beherbergt seit 1997 das J. Paul Getty Museum in einem monumentalen Gebäudekomplex vom US-amerikanischen Architekten Richard Meier. Die angeblich 50.000 Kunstschätze, die übrigens kostenlos zugänglich sind, habe ich allerdings vermisst – das Museum allein ist keinen Besuch wert, wenn man berücksichtigt, dass die mühsame Anfahrt mit Anstellen zum Parkplatz und wieder Anstellen zum Shuttle auf den Berg über eine Stunde dauert.

Entertainment

Die beeindruckenden Universal Studios muss man einfach gesehen haben. Allerdings sollten Sie pünktlich zur Öffnungszeit da sein, am besten wochentags. Am Wochenende stehen sie gnadenlos Schlange – wie fast überall in Los Angeles. Buchen Sie am Besten eine VIP- Studio-Tour und genießen Sie den aufregenden Einblick in die Traumwelt Hollywoods. Die vielen anderen Attraktionen gibts im Disney­land auch und sind das Anstellen nicht Wert. Die meisten Touristen, die Los Angeles be­suchen, besichtigen den bekannten Holly­wood Walk of Fame, auf dem über 2.400 Sterne zur Ehrung herausragender Persönlichkeiten Hol­ly­woods in den Boden eingelassen wurden. Seit es sowas ähn­liches in fast jedem europäischen Einkaufs­zentrum gibt, haut diese Attraktion keinen mehr vom Hocker. Auf diesem Hol­ly­wood Boulevard finden sich auch zahlreiche Theater und Kinos, wie z. B. das Kodak Theatre (jetzt genannt Dolby Theatre), in dem jährlich die Oscar-Verleihungen stattfinden. Da Los Angeles direkt am Pazifischen Ozean liegt, gibt es ausgedehnte Strände, z. B. Venice Beach. Die Strandpromenade (Venice Broadwalk) ist ein Treffpunkt für Künstler und Artisten. Wer sich die Hippiekultur der 1970-er-Jahre zurückersehnt, ist hier gut aufgehoben. Apropos: Falls Sie gesundheitliche Ent­span­nungs­probleme ha­ben, können Sie sich hier ganz legal Ma­ri­huana verschreiben lassen – alle fünfzig Meter werben Ärzte mit grellen grünen Plakaten um Patienten – auch das ist Kali­for­nien! Apropos Genuss: weiter gehts mit kulinarischen Ent­­deckungen in Los Angeles.

Kulinarisches

Will der Hedonist auf Nummer Sicher ge­hen, wirft er einen Blick auf die Relais & Cha­te­aux-Home­page. Mit etwas Glück findet er hier eines der Mitgliedshäuser in jener Stadt, in der er gerade verweilt. Los Angeles hat es nur zu einem einzigen Relais & Chateaux-Restau­rant gebacht: Patina. Im Herzen von Down­town L.A. betreibt Küchenchef Joachim Spli­chal ei­nes der besten Restaurants der Stadt. In de­zen­tem Ambiente wird kalifornische Küche mit europäischen Einflüssen verschmolzen; das Ergebnis war ein kulinarisches Erlebnis, wie es einem in den USA selten vergönnt ist. Ein Highlight auf der Weinkarte sind Weine vom burgenländischen Weingut Prieler – Qualität kennt eben keine Grenzen. Einen besonderen Essgenuss be­reitete uns Kris Morningstar, Chef des Muse­ums­­restau­rants Ray’s im LACMA (Los Angeles County Museum of Art). Die hohe Qualitiät der Speisen findet man wahrscheinlich weltweit in keinem anderen Museum. Wieder ein Grund mehr, das LACMA zu besuchen. Auf die Frage nach seinem privaten Lieblingsrestaurant empfahl uns Morningstar das Sotto, ein kleines italienisches Restaurant am West Pico Boulevard und – wie der Name schon sagt ­– im Souterrain gelegen und urgemütlich; mit authentischer italienischer Küche. Wer sich nach Santa Monica begibt, sollte auch im legendären Chinois on Main vorbei schauen und Lobster vom Grill essen. 1983 hat Wolf­gang Puck hier seine erste Amerikanisch-Asi­atische Fusionsküche etabliert. Apropos Wolfgang Puck: Natürlich sollten Sie auch ein Dinner im legendäres Spago zu sich nehmen, allerdings kann es leicht sein, dass der österreichiesche Oscar-Meisterkoch gar nicht anwesend ist. Wie kann ein Chef im Beverly Wilshire, im Bel Air Hotel und an vielen anderen Orten zugleich die hohe Qualität der Küche garantieren? Und damit sind wir auch schon bei den Hotels angelangt, wir haben nicht viele getestet, aber einige finden davon finden Sie hier:

Die Hotels

Drei Hotels, die unterschiedlicher nicht sein können: eines im Park und zwei am Sunset Boulevard, wo das Nachtleben den Geräuschpegel eines Flughafens erreicht.

1Hotel Bel Air

Das legendäre Bel Air Hotel in – genau: dem luxuriösen hügeligen Villenviertel Bel Air nord­westlich von Beverly Hills – wurde erst kürzlich nach zweijähriger Renovierung wieder er­öffnet. Ich war dort zuletzt vor fünfzehn Jah­ren und vermochte keine sonderliche Ver­än­derung festzustellen, außer dass die Möb­lierung (besonders in der Bar) geschmackloser geworden ist. Man hat jedoch fünfzehn Jahre Ab­nützung erfolgreich beseitigt. Das Bel Air Hotel bleibt trotzdem Dank seiner Lage ein heisser Tipp für Ruhe suchende Besucher des lauten Los Angeles. Abgeschie­den in den Weiten des waldigen Bel-Air-Areals gelegen, bietet das Hotel den schönsten Pool der Stadt und Luxus inklusive Star­aufgebot. Etwas be­frem­dend ist für Hotelgäste der Um­stand, dass hier jetzt auch laute Hip-Hop-Parties ge­fei­ert werden. Der österreichische Star­koch Wolfgang Puck steht nun auch im Bel Air für die Kulinarik gerade, aber das wirkt sich nicht merklich auf die Qualität des Essens aus.
Von COVER 2012 getestet
www.dorchestercollection.com/en/los-angeles/hotel-bel-air/

2Mondrian Hotel

Das genaue Gegenteil des Bel Air ist das Mondrian Hotel am Sunset. Hier ist es cool und chic und weiss der Teufel was sonst noch alles – Design hat absoluten Vorrang. Unter der Wo­che ist das Hotel erträglich, sofern man in den obersten Stockwerken logiert und ein Zim­mer mit Blick auf Downtown bucht. An den Wochenenden füllt sich das Hotel mit lärmenden Party People, die in dem viel zu kleinen Pool wie Sardinen nebeneinander stehen und dabei versuchen, cool dreinzuschauen. Nachts füllt sich die Poolside Bar mit ebendiesen Typen und das Treiben zieht sich bis in die Morgen­stunden. Auf den erholungsbedürftigen Reisen­den wird hier ebensowenig Rücksicht ge­nom­men wie auf offensichtliche Baumängel, es ist daher ratsam, ein ruhigeres Hotel (z.B. das nahe gelegene Chateau Marmont) zu buchen und bei Bedarf der Bar des Mondrian einen trinkfesten nächtlichen Besuch abzustatten.
Von COVER 2012 getestet
www.morganshotelgroup.com/mondrian/mondrian-los-angeles
www.chateaumarmont.com

3The Ritz-Carlton Marina Del Rey

Auch wenn man davon in Hollywood und Bel Air nichts merkt: Los Angeles liegt am Meer, und genau hier ist die Stadt am ruhigsten und sympathischsten.

Allein schon der Name schraubt die Erwar­tungen in große Höhen: Ritz Carlton – wer erinnert sich nicht an den Film „Notting Hill“ mit Hugh Grant und Julia Roberts – und an die Beiden im Ritz Carlton in London. Die renommierte Hotelkette mit Sitz in Chevy Chase nördlich von Washington betreibt weltweit 80 Hotels, eines davon hat vor kurzem auf der Wiener Ringstraße eröffnet. Na dann schauen wir doch mal, wie Los Angeles mit dem ehrwürdigen Namen Ritz Carlton umgeht. Unser Testobjekt: Marina del Rey – der Yachthafen von Los Angeles grenzt direkt an Venice und ist nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt. Allein die Lage ist ideal, will man der Hektik dieser quirligen Filmstadt entfliehen und doch dabei sein – in einer halben Stunde ist man in Beverly Hills, wenn man nicht gerade zu den üblichen Stoß­zeiten unterwegs ist. Aber wozu denn unbedingt nach Beverly Hills – um dort überteuerte europäische Designerklamotten zu kaufen? Hier in Venice und Santa Monica gibt es wunderbare individuelle Boutiquen für jeden Geschmack und jedes Budget in Sonderzahl. Zum Beispiel die lange Abbot Kinney Road, die nur wenige Minuten vom Rittz Carlton Hotel entfernt beginnt und bis ins Zentrum von Venice führt. Hier werden Sie bestimmt fündig: Gemütlich einkaufen wie am Land und ein Angebot wie in der Groß­stadt. Zwischen den Boutiquen gibt es immer wieder kleine Bistros und Cafes zum ausruhen und wem das nicht genügt, der kann am Ende der Straße am Strand von Venice die Sonne anbeten. Das Hotel verrleiht Fahrräder und so kann man entspannt die Gegend erkunden. Und dann erst Santa Monica mit seinen tollen Restaurants und den unendlichen Shop­ping­­möglichkeiten – wie in Lignano, nur eben mehr Auswahl, schöner und amerikanischer. Zurück zum Hotel: Ich meide normalerwei­se so genannte „Seminarhotels“. Wer will schon Bu­si­nessschülern begegnen, wenn er auf Urlaub ist. Doch das Ritz Carlton hat das Problem elegant gelöst und die Anzugträger kurzerhand in das weitläufige Kellergeschoß verbannt. So kann jeder ungestört sein Programm abspulen. Das Hotel selbst ist eines der wenigen Ge­bäu­de in Los Angeles, das auch von Außen ei­nen vernünftigen architektonischen Eindruck macht und hübsch anzusehen ist. Konsequent setzt sich der gute Geschmack auch in den Zim­mern fort – klassisch möbliert und kein unnötiger Kitsch oder Firlefanz. Einige Kom­mentatoren auf Trivago und Tripadvisor nörglen über das „in die Jahre gekommene“ Hotel und bemängeln in diesem Zusammenhang die über zwanzig Jahre alten Badezimmer, doch diese Besser­wis­ser sollen mir mal ein so elegantes Bad in einem neuen Designhotel zeigen. Ein echtes Highlight ist natürlich der große Pool mit dem herrlichen Blick auf den Hafen. Logisch, dass Fitnesscenter und Spa nicht weit entfernt sind. Hier können Sie sich selbst in Form bringen oder so richtig verwöhnen lassen – man gönnt sich ja sonst nichts. Wie alle amerikanischen Luxushotels gibt es den Ritz Carlton Club (gegen Aufpreis) wo man unter sich ist und nicht mit der Meute frühstücken muss. Hier gibts auch den ganzen Tag freie Getränke, Computer mit Drucker, eine Bibliothek und Gratis-Bügelservice etc. Das Jerne-Restaurant zählt zu den Besten der Gegend. Ein gepflegtes Dinner mit Blick auf Yachten hat was. Beim Pool gibts das Wave-Restaurant, allerdings hat das nur in den Som­mer­monaten geöffnet. In der Lobby Lounge wird praktisch rund um die Uhr serviert.Und wie es sich für ein Luxushotel gehört, gibt es natürlich auch Tennisplätze und sogar einen Basketball-Platz, Fussballplatz und einen Ping-Pong-Tisch – ehrlich!
Von COVER 2012 getestet
www.ritzcarlton.com