Schottland hat mehr zu bieten als Whiskey, Lachs und schöne Schlösser. Vor allem die Landschaft ist eine Reise wert – und natürlich das eine oder andere Michelin-Stern-Restaurant.

Jede Reisegeschichte hat einen Anfang. Diese hier begann mit einer Presseaussendung der Connoisseurs Scotland. Die führende Luxus-Marketinggruppe Schottlands repräsentiert viele der aufregendsten Hotels und Fein- schmeckeradressen im Norden Großbritanniens vom idyllisch gelegenen Schloss bis zum urbanen Designhotel, vom familiengeführten Landhaus bis zum Weltklasse-Golfresort. Auch der berühmte Royal-Scotsman-Zug und das kleine Kreuzfahrtschiff MV Hebridean Princess tragen das Connoisseurs-Scotland-Siegel. Das hat uns neugierig gemacht und so haben wir uns aus der Liste der Connoisseurs-Scotland-Hotels eine kleine Rundreise mit dem Schwerpunkt Kulinarik zusammengestellt. Verglichen mit England sind Sterne-Restaurants in Schottland dünn gesät. Man kann zwar fast überall ganz gut essen, aber für einen Michelin-Stern reicht es meistens doch nie. Der triftigste Grund nach Schottland zu reisen, ist und bleibt also die Landschaft. Dem Spruch „Der Weg ist das Ziel“ kommt hier eine besonders große Bedeutung zu. In Schottland herrscht gemäßigtes Klima mit tendenziell unbeständigem Wetter. Die Temperaturen sind niedriger als im Rest Großbritanniens. Die Sommertemperaturen liegen um etwa 20 Grad Celsius. Allgemein ist der Westen wärmer als der Osten Schottlands, da der Golfstrom das Wasser des Atlantiks erwärmt. Die Western Highlands sind mit dreitausend Millimeter jährlichem Niederschlag am regenreichsten. Im Winter ist nur in den Höhenlagen mit Schneefall zu rechnen. Schottland teilt sich in die Highlands und die Lowlands. Die Grenzlinie zwischen den bei- den verläuft grob gesagt nördlich von Glasgow bis Edinburgh. In den Lowlands leben rund neunzig Prozent der Bevölkerung. Die Highlands und die dazu gehörigen Inseln nehmen die Hälfte der Landfläche und etwa neunzig Prozent der Küstenlinie ein.

 

Die Schotten sind gebildet. Es gibt fünfzehn schottische Universitäten, von denen einige zu den ältesten der Welt gehören – viele davon gehören zu den besten in Großbritannien. Proportional hatte Schottland im Jahr 2012 mehr Hochschulen als jede andere Nation. Im Jahr 2014 wurde im QS World University Rankings Top 100 ein Forschungsbericht des Amts für nationale Statistiken veröffentlicht, in dem steht, dass Schottland das am höchsten ausge- bildete Land in Europa war. Das liest sich zwar schön, aber warum fahren die dann immer noch auf der falschen Straßenseite? Wer was von der beeindruckend schönen Landschaft Schottlands sehen will, muss sich nämlich ein Auto mieten. In den Highlands sind die Straßen manchmal einspurig, mit Ausweichstellen alle paar hundert Meter, um entgegenkommende Autos passieren zu lassen. Die meisten Fahrer sind sehr höflich, ausgenommen öffentliche Fahrzeuge wie Busse oder Müllabfuhr. Entweder Du bleibst stehen oder die fahren über Dich drüber. Viele Straßen sind am Rand nicht ordentlich befestigt, da gibt es Schlaglöcher, die kein Reifen überlebt. Also mieten Sie sich am besten einen Gelände- wagen oder nehmen Sie ihren eigenen mit, dann ist zumindest das Lenkrad auf der richtigen Seite. Shoppen können Sie am Besten beim Zwischenstopp in London; in Schottland gibt es nicht viel Auswahl, am ehesten noch in den größeren Städten, die allerdings von Ketten wie H&M oder ZARA dominiert werden. Diese gibt es ja mittlerweile überall auf diesem Planeten (und demnächst bestimmt auch auf dem Mars). Am Land werden hauptsächlich Lammpullover, Wollschals und Wollsocken angeboten.
Als Hedonisten getarnte Trinker werden auf eine Vielfalt an Scotch Whisky treffen – die Hotelbars überbieten einander laufend in der Disziplin „wer hat die meisten Flaschen“. Die Dinner-Zeremonie ist in Schottland überall gleich: Im Kaminzimmer können Sie beim Aperitif in der Speisenkarte schmökern, nach getroffener Auswahl werden Sie zum Tisch gebeten. Es wird bestimmt Lamm angeboten, und natürlich Lachs – das steht wahrscheinlich in der schottischen Verfassung. Folgend finden Sie jene Hotels und Restaurants, die wir für Sie auf unserer Reise getestet haben.

11The Boath House

Im Boath House haben wir dank dem großartigen Chef Charlie Lockley den besten Lunch unserer Reise genossen. Das Boath House ist eines der schönsten im Regency-Stil erbauten Häuser Großbritanniens. Nach aufwändiger Renovierung eröffnete das Haus 1997 als Luxushotel. Auch die malerische, weitläufige Parkanlage um das Landhaus und den viktorianischen Mauergarten tragen zur Idylle auf diesem Anwesen bei. Das Restaurant ist spartanisch klassisch eingrichtet, hier lenkt nichts von der großartigen Küche des Chefs ab. Charlie Lockley hat in nur zehn Jahren das Restaurant im Boath House mit exzellenter regionaler Küche zu einem der zehn besten Schottlands gemacht. Es trägt heute vier AA-Rosetten und einen Michelin-Stern. Viele der Zutaten stammen aus dem eigenen Garten. Die Zimmer sind ebenso elegant eingerichtet, wie man es von einem derart schönen Haus erwartet.
Von COVER 2016 getestet.
www.boath-house.com

10Greywalls

Zwei große französische Namen lassen aufhorchen: Relais & Chateaux und Chez Roux. Beide treiben die Erwartungen des Hedonisten in die Höhe, zählen doch Relais & Chateaux- Häuser zu den besten Hotels – und 3-Sterne- Koch Albert Roux wird nicht leichtferitg seinen guten Namen aufs Spiel setzen – denkste! Das elegante edwardianische Landhaus liegt etwa 30 Minuten von Edinburgh direkt am legendären Golfplatzes Muirfield und gilt als Paradebeispiel für einen britischen Landsitz der Jahrhundertwende. Die Zimmer sind landestypisch mit viel Teppich, Tapeten, Vorhang in diversen schottischen Farben und Mustern geschmückt. Das neue Bad ist mit allem Komfort eines 5-Sterne-Hauses ausgestattet. Wie es sich für einen Landsitz geziemt, gibt es eine schöne Bibliothek mit offenem Kamin. Die Hauptzielgruppe dürften Golfer sein, denn das idyllische Landhaus ist von Golfplätzen umzingelt. Seit 1924 ist Greywalls im Besitz der Weaver-Familie – heute mit Ros und Giles bereits in der dritten Generation. 2010 eröffnete Albert Roux, einer der einflussreichsten Spitzenköche Großbritanniens, im Greywalls ein Chez Roux Feinschmeckerrestaurant. Doch der mittlerweile 82-jährige Albert Roux sollte vielleicht wieder mal vorbeischauen, denn der amtierende Sous Chef ist von der Präzision des Altmeisters weit entfernt. Dabei kann der Mann ordentlich kochen – nur hat er uns das nicht bei jedem Gang gezeigt.
Von COVER 2016 getestet.
www.greywalls.co.uk

9The Marcliffe Hotel & Spa

Aberdeen ist eine typisch schottische Kleinstadt, ca. zwei Stunden nördlich von Edinburgh gelegen. Aber groß genug für Einkaufs- zentren inklusive McDonalds, Primark, H&M, ZARA etc. Kulinarische Highlights, die es wert wären, hierher zu fahren, gibt es nicht, obwohl es im Ort ein Luxushotel gibt. Das Marclliffe Hotel & Spa, auf einem Hügel etwas außerhalb des Städtchens gelegen, ist stolz darauf, Mitglied bei Small Luxury Hotels zu sein und beherbergt – wie das Greywalls – ebenfalls ein Chez Roux-Restaurant. Der Name des berühmten französischen Chefs verspricht also auch im Marcliffe kulinarische Freuden. Beim obligatorischen 5-Uhr-Tee wurden uns Teebeutel statt offenen Tees serviert. Der Sandwich war zwar ok, die Clotted Cream entweder aus dem Supermarkt oder von vorgestern hart und mit gelbem, trockenen Rand. Das Spa hat kein Dampfbad, keine Sauna und keinen Pool, sondern ist mehr ein Beautysalon mit diversen Behandlungen für Frauen. Die Zimmer sind geräumig und elegant eingerichtet, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen. Das große Bett mit feiner Bettwäsche und bequemen Pölstern ist fantastisch. An Stelle eines eleganten Dinners servierte man uns gute, frische Produkte in viel zu großer Menge und teilweise befremdender Kombination: Zu Lobster und Langusten wurden Rindfleischsticks serviert, die so gut dazu passten wie ein jüdischer Gastredner am Reichstag.
Von COVER 2016 getestet.
www.marcliffe.com

8The Torridon

Dieses märchenhafte Luxushotel im Nordwesten Schottlands wurde mehrfach als „Schot- tisches Hotel des Jahres“ ausgezeichnet. Es liegt – umgeben von 58 Hektar Park- und Waldland – an der zerklüfteten Küste am Meeresarm Upper Loch Torridon im Nordwesten Schottlands. Das Bilderbuchanwesen mit Türmen und Schornsteinen ist auch ein sehr beliebter Ort für Hochzeiten. Zu jedem Zimmer im Torridon gehört ein Bad im viktorianischen Stil. Die charaktervolle Landschaft rund um das Haus wird vom milden Golfstromklima verwöhnt und ist ein natürliches Eldorado für Aktive, die zwischen Wandertouren, Wassersport, Bogenschießen, Klettern und vielem mehr wählen können. Zum Hotel gehören auch ein Motel und ein uriges Pub, wo es sich die vielen durchreisenden Biker, Radfahrer und Camper gemütlich machen. Küchenchef David Barnett veredelt die wertvollen Zutaten des schottischen Hochlands mit Einflüssen der französischen Küche. Besonders schätzt Barnett die überragende Qualität von Reh und Moorhuhn sowie der Fische und Meeresfrüchte der Region. Tolle, gekonnte Küche in wunderschöner Lage – das ist einen Umweg wert. Aus unserer Sicht ist David Barnett Anwärter auf einen Michelin-Stern. Die Kartoffel mit Trüffel und der geräucherte Seeigel rechtfertigen diesen bereits. Für die Getränkeauswahl steht das Torridon bestimmt im Guinness Buch der Rekorde.
Von COVER 2016 getestet.
www.thetorridon.com

7Inverlodge Hotel

Das Ende Schottlands. In Lochinver, einem von vielen unscheinbaren Hafenorten Schott- lands, liegt ein weiteres „Luxushotel“, dessen Restaurant sich mit dem Namen Chez Roux brüstet. Doch von wahrem Luxus keine Spur – das Hotel ist mehr eine gemütliche 3-Stern- Bleibe für Wanderer und Jäger – von außen sieht es einer großen Scheune ähnlich, die Pfadfindern günstige Unterkunft gewährt. Inverlodge Hotel ist dennoch ein friedlicher Rückzugsort inmitten einer der letzten Wildnisse Europas. Die Schönheit und Reinheit des außerordentlich dünn besiedelten, zerklüfteten hohen Norden Schottlands ist atemberaubend. Im Hafen und an den Ufern sonnen sich Kegelrobben, Steinadler kreisen über den Gipfeln, Rothirsche streifen durch das Hügelland und die klaren Flüsse und Lochs sind mit Lachsen und Forellen reich gesegnet. Angler, Wanderer und Vogelkundler schätzen Inverlodge seit Jahrzehnten als komfortable Ausgangsbasis. Von seiner Hanglage blickt das Hotel hinab auf das Fischerdorf und über das Loch zu den entfernten Silhouetten der Äußeren Hebriden. Alle Zimmer bieten diesen spektakulären Ausblick. Für Feinschmecker ist das Inverlodge Hotel leider kein Reiseziel: Das Chez Roux-Restaurant liegt wie die anderen Chez Roux-Häuser unter den Erwartungen – es fehlt den Gerichten an Finesse. Geboten wird einfache Landküche mit Produkten aus den Gewässern.
Von COVER 2016 getestet.
www.inverlodge.com

Rocpool Reserve Hotel

Das Rocpool Reserve Hotel bezeichnet sich gern als Paradiesvogel unter den Hotels in In- verness. Außen zurückhaltender Klassizismus mit Säulen, innen Monte-Carlo-Design wie in einer 80er-Jahre-Disco – allerdings sehr elegant und gekonnt kombiniert. Es dominieren die Farben Schwarz und Rot. Über enge Korridore mit roten Teppichen gelangt man zu den Zimmern, die ein wohnwagenähnliches Flair versprühen – besonders wenn man im Souter- rain landet. Das Rocpool Reserve Hotel & Chez Roux ist kein normales Hotel. Und es ist auch kein normales Hotel für den von seinen Bewohnern als „Hässlichste Hauptstadt der Highlands“ bezeichneten Ort Inverness. Das kleine Konzepthotel liegt nur wenige Gehminuten vom Schloss Inverness entfernt. Im elften Jahrhundert, als das Schloss noch Burg war, herrschte hier König Macbeth. Wer Schottland mit dem Auto bereist (wie sonst) wird sich über den Parkplatz vor dem Hotel freuen. Der besonders herzliche Empfang durch den Chef lässt das kühle Design schnell vergessen und schon fühlt man sich im ungewöhnlichen Ambiente wie zu Hause. Anders als bei den bisherigen Chez Roux- Franchise-Küchen waren wir im Rocpool Reserve von der Küche sehr angetan. Dies ist dem jungen, ambitionierten spanischen Chef Javier Dominguez zu verdanken, der anders als seine Chez Roux-Kollegen tatsächlich kochen kann und das auch eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Von COVER 2016 getestet.
www.rocpool.com

6Kinloch Lodge

Das familiengeführte Luxushotel im Süden der wildromantischen Isle of Skye wurde im 17. Jahrhundert als Jagdresidenz errichtet und 1972 zum Hotel umgebaut. Eigentümer sind Lord Godfrey und Lady Claire Macdonald – er ist niemand geringeres als das Oberhaupt des berühmten Donald-Clans. Sie ist eine in Großbritannien hoch geschätzte Autorin zahlreicher Kochbücher. Gemeinsam mit Tochter Isabella und Schwiegersohn Tom bieten sie ihren Gästen einen Hafen familiärer Gastlichkeit. Lady Claire wurde für ihre Küche bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem „Ambassador Award“ des Landwirte-Verbandes. 2007 übergab Lady Claire, die bis dahin selbst die Geschicke in der Küche gelenkt hatte, das Zepter an den befreundeten Brasilianer Marcello Tully, der seit 2009 den Michelin- Stern des Hauses verteidigt. Das Hotel wird jetzt von der Macdonalds-Tochter Isabella geführt, unterstützt vom brasilianischen Chef Marcello Tully und seiner engagierten Frau. Die Zimmer sind sehr hübsch aber spartanisch eingerichtet, die Bäder sind neu renoviert und haben eine Fußbodenheizung, was angesichts des feuchtkalten schottischen Klimas eine Wohltat ist. Das Hotel bietet auch allerlei Wellnessbehandlungen an, was bei verregneten Tagen eine gute alternative zu Wanderausflügen ist. Im kleinen, feinen Restaurant fühlt man sich wie bei einer privaten Einladung.
Von COVER 2016 getestet.
www.kinloch-lodge.co.uk

5Inverlochy Castle

1873 notierte Queen Victoria I. in ihrem Tagebuch: „Ich habe noch nie einen lieblicheren oder romantischeren Ort als diesen gesehen.“ Gemeint war Inverlochy Castle. Freskenmalerei, schwere Kristallleuchter und elegante Salons beeindrucken auch heute noch Besucher und Gäste des berühmten Schlosshotels am Fuße des Ben Nevis, der mit 1.343 Metern der höchste Berg Großbritanniens ist. Lord Abinger lies Inverlochy Castle 1863 errichten. In unmittelbarer Nähe befand sich auch der ursprüngliche Standort der gleichnamigen Burg aus dem 13. Jahrhundert. Etwa 100 Jahre später wurde die Privatresidenz zum Hotel. Die Aura des aristokratischen Landsitzes blieb erhalten. Heute zählt Inverlochy Castle zu den besten Hotels Europas. Es ist das schönste Hotel unserer Schottland-Reise. Hier wohnt man wie im Museum mit fantastische Lage, viel Prunk und einem Teich mit Ruderboot für die Gäste. Dieser bedarf allerdings einer Wartung, denn das Boot bleibt in Algen und sonstigem Gewächs leicht hängen. Kulinarisch gibt man sich angesichts der betuchten Gäste besonders viel Mühe, aber für einen Michelin-Stern hat es trotzdem nicht gereicht. Vielleicht liegt es daran, dass auch im Inverlochy Castle das Restaurant ein Chez Roux-Franchisenehmer ist.
Von COVER 2016 getestet.
www.inverlochycastlehotel.com

4Tiroran House

Ein Abstecher auf die Insel Mull führt uns zum einzigen Hotel auf unserer Reise, das nicht Mitglied bei Connoisseurs Scotland ist. Das Tiroran House ist kein Hotel im klassischen Sinn, sondern ein Country House mit Gästezimmern. Man wohnt hier sehr familiär und einfach – aber mit viel Charme. Das familiäre geht sogar so weit, dass man die Zimmer nicht einmal absperren kann. Die Eigentümer legen selbst Hand an und der Seniorchef serviert das Essen persönlich. Die Gerichte sind schmackhaft aber einfach und bestimmt nicht ein Grund, hierher zu fahren. Doch die Isle of Mull ist kein Ausflugsort für Feinschmecker, sondern für Naturliebhaber. Nach Mull kommt man am Besten mit der Fähre von Oban, das seine weltweite Bekanntheit dem gleichnamigen Whiskey verdankt. Mull ist einer der besten Orte, wenn man die seltenen Seeadler beobachten will. Oder Sie machen eine Bootstour – vielleicht sehen Sie dann Wale, Delphine, Riesenhaie und andere Meeresbewohner. Es gibt kilometerlange Küstenstreifen, die man erkunden kann. Westlich von Mull liegt die kleine, zauberhafte Insel Iona mit hübschen Buchten und einer alte Abtei. Bestaunen Sie auf jeden Fall das geologische Wunder Staffa, das täglich per Boot von Mull aus erreichbar ist.
Von COVER 2016 getestet.
www.tiroran.com

3Cameron House

Dieses umwerfende, schottische Herrenhaus ist umgeben von 40 Hektar Wald am Ufer des Loch Lomond, des größten Sees Schottlands. Traditionelle schottische Muster und Farben treffen auf zeitgenössisches Décor. Das riesige Anwesen verfügt über einen 27- Loch-Golf-Komplex. Beeindruckend ist der 18-Loch-Championship-Golfplatz „Carrick on Loch Lomond“. Weiters gibt es einen Hafen samt 14-Meter-Luxusyacht „Celtic Warrior“ und ein breites Spektrum an In- und Outdoor-Aktivitäten, wie zum Beispiel ein „Luxus Spa“ samt Pool mit dem Flair eines Städtischen Hallenbades in den 1980er-Jahren – laut und voller Kinder. Es liegt also der Schluss nahe, dass golfende Väter gern samt Familie hierher kommen und die Kleinen inklusive Mama dem Spa überlassen, um endlich wieder einmal in Ruhe Golf spielen können. Die Zimmer sind eine gewagte Mischung aus Schottischem Karo und modernen Möbeln samt Accessoires aus diversen Designläden. Wenn Sie also keine eingefleischte Golferin sind, gibt es nur einen triftigen Grund, das Cameron House aufzusuchen: Martin Wishart und seine Kochkunst. Auch wenn das modern designte Restaurant angesichts der traditionellen Mauern etwas überrascht, fühlt man sich bereits nach dem ersten Gang wohl. Der Mann hat den Michelin-Stern redlich verdient.
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www.cameronhouse.co.uk

2Waldorf Astoria The Caledonian

Dieses Luxushotel der Waldorf-Astoria-Gruppe hält, was der große Name verspricht. Sie werden kein besseres Hotel in Edinburgh finden. Das mondäne Haus befindet sich in einem ehemaligen viktorianischen Bahnhof, nur 15 Minuten Fußweg vom Edinburgh Castle entfernt. Von vielen Zimmern aus sieht man die Burg, die nachts romantisch beleuchtet ist. Die eleganten Zimmer sind mit allen modernen Features ausgestattet, die man sich von einem Waldorf-Astoria-Luxushotel erwartet – vom Flachbildfernseher bis zur Nespresso-Maschine und WLAN. Das Spa bietet Schönheitsbehandlungen an, verfügt über ein Nagelstudio, einen Pool, einen Fitnessraum, eine Sauna und ein Dampfbad. Konferenz- und Veranstaltungsräume bieten Platz für bis zu 300 Personen. Die Speisemöglichkeiten umfassen ein elegantes französisches Bistro und ein gehobenes französisches Restaurant. Eine Lobby-Lounge und eine Bar sind ebenso vorhanden. In der Galvin Brasserie De Luxe lässt es sich leger speisen, im Fine-Dining-Restaurant The Pompadour by Galvin im ersten Stock des Hotels geht es eleganter und ernsthafter zur Sache. Das Gesamtkonzept macht das Waldorf Astoria The Caledonian zur ersten Adresse in Edinburgh, auch dank des Parkplatzes auf der Rückseite des Hotels.
Von COVER 2016 getestet.
www.waldorfastoriaedinburgh.com

1Restaurant with Rooms: 21212

Wir haben unsere Reise mit dem besten Lunch Schottlands begonnen, und wir beenden sie mit dem besten Dinner. Paul Kitching ist ein Shooting-Star der neu- en britischen Küche. Nach der Arbeit in ver- schiedenen hochdekorierten Restaurants inves- tierte er zusammen mit seiner Partnerin Katie O’Brien insgesamt 4,5 Millionen Pfund in die Erfüllung eines Lebenstraumes namens 21212. Bei Kritik und Publikum wurde das 2009 eröffnete „Restaurant mit Zimmern“ ein großer Erfolg. Bereits 2010 folgte die Auszeichnung mit dem Michelin-Stern. Seit 2013 zählt das 21212 zu den besten Restaurants in Großbritannien. Beheimatet in einem wunderschönen georgianischen Stadthaus im Herzen Edinburghs bietet das 21212 nicht nur aufregende und aus- gezeichnete Kulinarik, sondern auch luxuriöse Übernachtungsmöglichkeiten in vier individuell gestalteten Zimmern. Aus den Scottish Style Awards ging das 21212 als „Most stylish Hotel in Scotland“ hervor. Das wöchentlich wechselnde Menü zählt zu den besten kulinarischan Angeboten in Edinburgh, selbst hartgesottene Gourmets wie wir waren höchst beeindruckt.
Von COVER 2016 getestet.
www.21212restaurant.co.uk