Im Norden Thailands, wo der Fluss Ruak in den Mekong mündet und dabei das Dreiländereck zwischen Laos, Myanmar und Thailand bildet, können Sie nicht nur die herrliche Natur genießen und relaxen, sondern auch noch was erleben.

Ausgerechnet Opium hat das Goldene Drei­­eck berühmt gemacht. Der Schlaf­mohnanbau hat hier eine lange Tradition. Be­son­ders ältere Leute rauchten Opium, das bei den Hmong immer schon Handelsware war – anfänglich für den chinesischen Markt, später kauften die Franzosen während ihrer Kolonial­herrschaft in Indochina das Opium. Nach dem Sieg der Kommunisten unter Mao kamen viele Chinesen in die Region, um den Drogenhandel weiter ankurbeln. Seinen Ruf als Hochburg der Opium- und Heroinherstellung erlangte das Goldene Drei­eck während des Vietnamkriegs, als von der CIA Gelder aus dem Drogenhandel zur Finan­zie­­rung verbündeter Armeen in Laos verwendet wurden. Heute ist Mohnanbau in Thai­land illegal, und das Land hat ihn weitestgehend eindämmen können. Dazu haben der Tourismus als neue Einnah­me­quelle und die gezielte För­derung von Tee- und Kaffeeanbau beigetragen. Neue Straßen und Flugplätze erlauben der Po­lizei eine bessere Kontrolle über die Gegend. Im wesentlich ärmeren Laos trifft man häufiger auf Einheimische mit Opiumpfeife – der Effekt ist besonders auf die Jugend desaströs. Die Bemühungen der Nach­barstaaten führten dazu, dass in Folge Myanmar der größte Opi­um­erzeuger des Region wurde. Aber wir befinden uns in Thailand und wollen Urlaub machen, die schöne Gegend bewundern und vor allem das gute hai­län­di­sche Essen genießen.

Wem nicht nach Schlaf­sack ist, der quar­tiert sich in einem der zahlreichen Luxus­hotels ein, die mittlerweile sich im Goldenen Dreieck niedergelassen haben. Dazu gehören unter anderem neben dem kanadischen Four Seasons das authentische, in thailändischem Besitz befindliche Anantara-Luxusresort. Besonders empfehlenswert ist die eintägige 3-Länder-Tour, die von den meisten Hotels angeboten wird, inklusive Shopping auf einer Halbinsel am Mekong, die zu Laos gehört. Nie wieder werden Sie so viele gefälschte Gucci-, Prada- und Longchamp-Handtaschen so billig und auf ei­nem Fleck sehen. Auch der Kurztrip nach Myanmar hat seine Reize, vor allem der Besuch des lokalen Marktes.
Von Bangkok aus gehen täglich mehrere Flü­ge nach Chiang Rai. Und: je besser das Hotel, des­to angenehmer der Airport-Shuttle.
www.tourismthailand.org/About-Thailand/Destination/Chiang-Rai
www.thailandtourismus.de

Anantara Golden Triangle

Vom Zimmer oder Pool des luxuriösen Anantara Golden Triangle aus sehen Sie drei Länder und die ganze die Schönheit Nordthailands.

Eine „gute Lage“ ist schon sehr wichtig für ein Hotel – eine „sehr gute Lage“ jedoch besser. Die beste Lage hat sicher das Anantara Golden Triangle mit Blick über das Grenzgebiet des Mekong im Dreiländereck. Man könnte glauben, dass es hier nur um Elefanten geht; zumindest steht in jeder Presse­aus­sen­dung des Anantara im Norden Thailands irgendwas von Elefanten. Natürlich ist hier die erste Adresse für all jene, die den richtigen Umgang mit Elefanten lernen wollen – doch dieses Luxusresort bietet noch viel mehr. Zum einen den fantastischen Pool mit dem Wahnsinns-Ausblick – unmöglich, sich hier satt­­zusehen. Zum anderen das legendäre Anan­tara Spa, wo die hohe Kunst der Thai-Massage gekonnt wie sonst nirgends angewendet wird. Dieses Spa hat sogar den „Thailand’s Leading Spa Resort“-Preis von den World Travel Awards verliehen bekommen. Das Resort wurde 2003 eröffnet und zählt seither zu den begehrtesten Destinationen im Norden Thailands. Jedes der 77 Zimmer und Suiten bietet einen phantastischen Ausblick, durchwegs mit Balkon und Essplatz im Freien. Sogar von der Badewanne aus ge­nießt man den Fernblick bis Laos – auch zu zweit, da die Wanne ist groß genug ist. Zwei Restaurants – ein thailändisches und ein mediterranes – sorgen für genügend kulinarische Abwechslung. Wer gern in der Unter­wäsche isst, kann selbstverständlich auch am Zim­mer speisen. Apropos speisen: Wie viele Hotels bietet auch das Anantara Kochkurse an, und die thailändische Küche zählt zu den besten der Welt – so ein Kurs zahlt sich bestimmt aus. Wer sich für lokale Spezialitäten begeistert, dem empfehlen wir einen Besuch im Opium-Museum in der Nähe des Hotels. Hier erfahren Sie alles über den Anbau des Schlafmohns und dessen Behandlung, damit auch tatsächlich brauch­bares Opium daraus wird. Ausflüge mit dem Boot über den Mekong nach Laos sollten Sie nur mit einem Reiseführer unternehmen. Falls Sie dort eine der 400 Millionen an­ge­botenen Handtaschen kaufen möchten, zahlen Sie maximal ein Drittel des angebotenen Prei­ses, auf keinen Fall mehr! Es gibt also keinen Grund, die doch etwas langwierige Anreise zu meiden. Einen Besuch im touristisch noch weniger erschlossenen Nor­den Thailands werden Sie nicht bereuen – au­ßer Sie nehmen Opium als Souvenir mit.
Von COVER 2012 getestet
www.anantara.com